Ludgerischule Billerbeck
     Kath. Grundschule

Monats-Archive: Mai 2018

Zebra stolziert über den Schulhof

Ludgerischule feiert im Juni großes Fest

Bonny hat die Ruhe weg. Um den schwarzen Hengst herum stehen die Kinder der Klasse 2a, streicheln ihn und verwandeln ihn kurzerhand mit weißer Fingerfarbe in ein Zebra. „Das macht dem Tier nichts aus“, sagt Besitzerin Alexandra Dornieden. „Der kommt gleich so auch auf die Wiese.“ Bonny genießt derweil sichtlich die Aufmerksamkeit der Kinder. „Der wird bei uns den ganzen Tag betüddelt. Der kennt das“, so Alexandra Dornieden. Eigentlich ist Bonny ein Kutsch- und Reitpony, an diesem Tag aber mal ein Zebra. Und das Ergebnis der Klasse, die dem Hengst weiße Streifen aufgemalt hat, kann sich sehen lassen. Von weitem sieht es so aus, als stolziere ein Zebra über den Johannisschulhof. Und zwischendurch ist das Tier gemütlich am Grasen.

Aber nicht nur ein Zebra, sondern eine Gazelle, eine Giraffe, ein Affe und ein Elefant tummeln sich auf dem Schulhof. Einige Kinder haben sich kostümiert – fürs Pressefoto. Sie wollen zusammen mit Schulleiterin Beate Balzer für das anstehende Schulfest mit dem Motto „Reise in das Trommelzauberland Tamborena“ werben, das am 30. Juni (Samstag) in der großen Zweifachturnhalle und auf dem Johannisschulhof stattfindet. In der Woche vor dem Schulfest, also ab dem 25. Juni, findet eine Projektwoche statt. Dabei dreht sich alles rund ums Trommeln und Afrika. Professionelle Trommler vom „Trommelzauber“, die mit Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in ganz Deutschland Projektwochen durchführen, sind zu Gast. Im Laufe der Woche soll aus der ganzen Schule eine trommelnde, tanzende und singende Gemeinschaft werden. Die große Aufführung findet dann beim Schulfest in der Zweifachturnhalle statt. Beginn ist um 11 Uhr. Im Anschluss gegen 12 Uhr startet das Schulfest. An verschiedenen Ständen werden afrikanische Leckereien wie Limonade und von den Schülern gefertigte Basteleien angeboten und präsentiert. „Es ist ein vielfältiges Programm rund um Afrika“, sagt Schulleiterin Beate Balzer. „Im Rahmen der Projektwoche wird in den verschiedenen Fächern Afrika thematisiert.“ Alle Interessierten sind zum Schulfest, das bis 15 Uhr auf dem Schulhof ist, willkommen. „Jeder ist eingeladen und kann sich überraschen lassen. Ich hoffe, dass wir dann so viel Sonne haben wie jetzt“, so die Schulleiterin.

Das gute Wetter genießt auch Bonny. Er ist mit seinen weißen Streifen der Hingucker. Auch in der Pause. Viele Kinder kommen herbeigerannt und trauen ihren Augen kaum. Die Schüler der Klasse 2a haben sich jede Menge Mühe gegeben, den Hengst wie ein Zebra aussehen zu lassen. Hier muss noch ein Streifen hin. Und am Bein auch noch. „Hinter den Ohren ist er kitzelig“, sagt Alexandra Dornieden, die nun ein Zebra mit nach Hause nimmt.

  

  

  

  

Rehkitz, Waschbär und Uhu im Klassenzimmer

Die Rollende Waldschule besucht die Ludgerischule / Wildtiere erleben

Die Schülerinnen und Schüler des 2. Jahrgangs der Ludgerischule  hatten großen Spaß: Die Rollende Waldschule der Kreisjägerschaft Coesfeld, Hegering Billerbeck, war zu Besuch und brachte den Kindern eine Menge über die Natur bei. Dürfen Rehkitze gestreichelt werden? Was frisst der Waschbär? Wo nistet der Uhu? Für Aufklärung sorgte Maria Weckendorf, zertifizierte Natur- und Landschaftsführerin.

Die Klasse 2D wusste schon ein wenig Bescheid. Rehkitze dürfen auf keinen Fall gestreichelt werden. Die Tiermütter erkennen die Kleinen am Geruch. Wenn sie den Geruch eines Menschen an ihren Jungen bemerken, versorgen sie die Kitze nicht mehr. Die Kleinen würden sterben. Der Waschbär stammt aus Nordamerika und bevorzugt in Europa Mülltonnen, um seinen Hunger zu stillen. Die Menschen machen es den Waschbären dabei ziemlich leicht. Pro Kopf werden in Deutschland nämlich 82 Kilogramm gut erhaltener Lebensmittel weggeworfen. Und wo nistet der Uhu? Er sucht seine Nistmöglichkeiten in Vorjahresnestern von Bussarden oder Habichten. Falls er diese nicht findet, ist er auch mit Nistmöglichkeiten in Steinbrüchen zufrieden. Auch kommt er als Bodenbrüter klar.

Daneben greift Maria Weckendorf auch auf das Bestimmungsbuch für Vogelkundler zurück. „Wir hören uns auch die Vögel an“, erklärt sie den Schülern an. Vor allem die auffälligsten. Dazu gehört natürlich der Grünspecht. Maria Weckendorf holt einen Stift hervor und aktiviert mit ihm einen Code. Nun gibt ein Lautsprecher die Vogelstimme wieder. Moderne Technik und Ornithologie: das ist das Konzept, mit dem die rollende Waldschule hofft, die Schüler für die Natur zu begeistern.